Fast in allen Familien erweckt das Gedanke ein unangenehmes Gefühl, dass eine unbekannte Person in ihre Wohnung reingelassen wird.

Bei der Altenpflege ist das aber unvermeidbar.

Früher oder später werden aber die Familienmitglieder davon leicht überzeugt, dass es unbedingt nötig ist (damit der Geliebte die benötigte Hilfe bekommt) und sie gewöhnen sich sogar auch an die Situation.

Wir sehen täglich, wie sich das Vertrauen aus der Antipathie am Anfang entwickeln kann, wenn die Pflegerin ihre Arbeit gut macht. Sie ist hilfsbereit, freundlich und kooperativ, sogar pflegt sie unsere Geliebten, dass wir das auch nicht besser machen könnten.

Es gibt auch solchen, bei denen dieses Gefühl schwerer auflösbar ist, sie haben nämlich keine guten Erfahrungen mit den Pflegerinnen, und sie haben schon Angst vor den Nächsten.

Ich empfehle immer- wenn ein Kunde mich anruft- ein unverbindliches Erstgespräch über die Vorstellungen von den beiden Seiten. Wir können uns dann gegenseitig über einander erkundigen, weil wenn wir darüber sprechen, sehen wir besser, was wir einander anbieten können. An einem solchen Erstgespräch kann man die Ängste schon ganz wegwischen.

Von beiden Seiten. Warum?

Weil für den Dienstleister kann ein Auftraggeber, die Persönlichkeit von einem Pflegebedürftigen und seine Kooperation auch genauso ein Lose sein, wie umgekehrt.

Es kommt ja bei den Älteren öfters vor, dass sie die Hilfe von der Familie erwarten würde, die schon so eine Belastung nicht mehr ertragen kann, und sieht die Pflegerinnen nicht gerne.

Also fragen darf man, sogar muss man auch. Unser Erstgespräch ist ja kostenlos, unverbindlich, also diese Möglichkeit zu sprechen ist unbedingt wertvoll zu ausnützen, damit wir einander ein bisschen besser kennenlernen, wie wir überhaupt sind.

Das ist nicht bei allen Dienstleistern so, aber um die besten Dienstleistungen anzubieten finde ich das unbedingt wichtig, dass ich die Kontrolle bei den Kunden unbedingt mit hohem Qualität mache. Das tun die Firmen nicht so oft, wie die das auf ihre Homepage aufschreiben.

Die Qualitätskontrolle garantiert, dass wir unsere Aufgaben durchführen, worauf wir uns verpflichtet haben. Das ist immer beruhigend für unsere Auftraggeber und generiert immer langfristige Zusammenarbeiten.

In einem Jahr spreche ich mit den Kunden minimal 8x in einem Jahr. Diese Gespräche führe ich auch ganz genau so, wie bei den Erstgesprächen. Ich finde das sehr wichtig und nützlich, weil sich die verschiedenen Lebenssituationen, die finanziellen Möglichkeiten und der Zustand auch von dem Pflegebedürftigen mit der Zeit ändern können, und wir können unsere Dienstleistungen zu den aktuellen Bedürfnissen passen.

Wenn die Partner in einem Geschäft gegenseitig zufrieden sind, das macht so eine „Arbeitsklima“, welche auch dem Pflegebedürftigen gut tut. Und das ist unser erstes Ziel, oder?

Hilft der Austausch von der Pflegerin, wenn der Kunde mit ihr Probleme hat?

Das ist eine gute Frage, ich werde bei der Antwort ehrlich sein, und erzähle, was ich damit im Zusammenhang gesehen habe:

Das hilft leider nicht immer. Es kann aber auch davon auskommen, dass die Familie oder der Pflegebedürftige so schlechte Erfahrungen von der vorherigen Pflegerin hat, dass die Neue so gut sein kann, wie sie nur kann, das ist ihnen egal. Sie macht alles gut, aber die schlechten Erfahrungen werden auch auf sie projiziert. Sie kann in so einer Situation alles gut mache, sie wird aber das Vertrauen von dem Kunden nie haben.

Darum finde ich das Erstgespräch sehr wichtig, damit wir auch über diese Themen ehrlich und ohne Tabus reden können, weil ich für meine Kunde nur so die besten Möglichkeiten anbieten und die besten Pflegerinnen finden kann.

Diese kleine Zeitinvestition am Anfang lohnt sich für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.